Förderung » Sachsen treibt Förderung für Kläranlagen voran

04.07.2008 18:07
Bis Ende des Jahres 2015 muss nach EU-Vorgaben die Abwasserentsorgung in Sachsen auf den neuesten Stand der Technik gebracht worden sein. Um dieses Ziel zu erreichen, fördert der Freistaat seit 2007 auch den Bau privater Kleinkläranlagen. Ca. 600.000 Sachsen - vor allem im ländlichen Raum - sind noch nicht an eine ordnungsgemäße Abwasserentsorgung angeschlossen. Bisher entsorgen sie ihr Abwasser über 178.000 zum Teil veraltete Anlagen und 67.000 abflusslose Gruben, die nun neugebaut oder mit vollbiologischen Systemen nachgerüstet werden müssen.
Seit Inkrafttreten der Richtlinie 2007 sind ca. 1.000 Anlagen errichtet worden.
Der Staat unterstützt diese Maßnahmen mit 1.500 EUR für eine auf 4 Einwohner ausgelegt Anlage und zusätzlich 150 EUR für jeden weiteren angeschlossenen Einwohner. Die Anträge zur Förderung sind über den zuständigen Abwasserzweckverband oder die Gemeinde einzureichen. Die Wasserunion unterstützt ihre Kunden auch in dieser Angelegenheit. Bis spätestens Oktober 2008 sollte jeder Bürger von seiner Gemeinde oder seinem zuständigen AZV darüber informiert werden, ob ein zentraler Anschluss geplant ist oder der Bürger in eine private Kleinkläranlage investieren muss.
Der sächsische Umwelt- und Landwirtschaftsminister Roland Wöller appellierte an die Bürger, sich möglichst frühzeitig mit der Errichtung einer solchen Kläranlage auseinander zu setzen.