Energie



Nachhaltigkeitsverordnung zum EEG in Kraft

Energie 01.09.2009 12:12
Die Nachhaltigkeitsverordnung für das Erneuerbare-Energien-Gesetz sieht vor, dass für die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien zukünftig nur noch Pflanzenöle eingesetzt werden, die nachhaltig hergestellt worden sind. Die Verordnung ist seit 24.08.2009 gültig und schreibt vor, dass flüssige Biomasse, die nach dem EEG vergütet wird (zum Beispiel Raps-, Palm- und Sojaöl), so hergestellt werden muss, dass ihr Einsatz zur Stromerzeugung im Vergleich zu fossilen Energieträgern mindestens 35 Prozent weniger Treibhausgase freisetzt. Außerdem dürfen die Pflanzen nicht auf Flächen mit hohem Naturschutzwert, wie etwa Regenwäldern oder Feuchtgebieten, angebaut worden sein. Diese Anforderungen an die Nachhaltigkeit müssen bei flüssiger Biomasse eingehalten werden, die ab 1. Januar 2010 zur Stromerzeugung eingesetzt wird. Für flüssige Biomasse aus der eingelagerten Ernte und der Ernte 2009 gelten für das Jahr 2010 Übergangsregelungen.



Der Nachweis dieser Anforderungen erfolgt mit Hilfe von Zertifizierungssystemen und Zertifizierungsstellen, die jeweils von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) anerkannt sein müssen. Ab dem Inkrafttreten der Verordnung können Anträge auf Anerkennung bei der BLE gestellt werden. Zur Zeit werden die Verwaltungsvorschriften für die Anerkennungsverfahren erarbeitet, die nach Anhörung der betroffenen Verbände voraussichtlich im Herbst 2009 in Kraft treten werden.

Quelle: BMU


EEG: Anlagensplitting nicht zulässig

Energie 24.02.2009 13:15
Bundesumweltminister Sigmar Gabriel hat den Beschluss des Bundesverfassungsgerichts in Sachen Anlagensplitting begrüßt. Die Richter hatten am 19.02.2009 den Eilantrag eines großen Biogasanlagenparks zurückgewiesen, der die Regelung im Erneuerbare-Energien-Gesetz für verfassungswidrig hielt.
Das neu am 1. Januar 2009 in Kraft getretene Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) hat klargestellt, dass das Anlagensplitting unzulässig ist - und zwar auch für bereits bestehende Anlagen. Dabei geht es um das in der Vergangenheit praktizierte Aufteilen großer Anlagenparks in mehrere Anlagen, um auf diese Weise höhere Vergütungen zu erzielen. Gegen diese Regelung wandten sich die Beschwerdeführer mit ihrem Antrag vor dem Bundesverfassungsgericht. Ihr Antrag auf Einstweilige Anordnung wurde nunmehr vom Bundesverfassungsgericht zurückgewiesen.
Nach Auffassung der Bundesregierung war das Anlagensplitting bereits nach der vorherigen Fassung des EEG aus dem Jahr 2004 unzulässig. Dies hat die Bundesregierung in den vergangenen Jahren wiederholt öffentlich deutlich gemacht.

Quelle: BMU


EEG 2009 beschlossen

Energie 10.09.2008 12:32
Das neue EEG ist nun amtlich: die Bundesregierung hat das Erneuerbare-Energien-Gesetz 2009 beschlossen. Es wird, wie der Name bereits vermuten lässt, am 1. Januar 2009 in Kraft treten und damit das bisher gültige EEG 2004 ablösen. Interessierte können den fertigen Gesetzestext unter diesem Link abrufen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass neben einigen Detailverbesserungen, wie z.B. eine genauere Regelung der Stromeinspeisung, auch einige Vergütungssätze und Boni geändert wurden. So steigt zum einen die Mindestvergütung für Strom aus einem Biomasse BHKW, und auch der KWK-Bonus wurde deutlich angehoben. In Verbindung mit einer gesenkten Degression für die Vergütungssätze erhöht sich die Wirtschaftlichkeit eines BHKW, je nach Auslegung und Größe, zum Teil um mehrere Prozent.


Dokumentation zu erneuerbaren Energien

Energie 12.08.2008 12:54
Das Bundesumweltministerium hat ein umfangreiches Zahlenwerk zur Entwicklung der erneuerbaren Energien in Deutschland veröffentlicht. Interessierte Leser können das Dokument auf den Seiten des BMU herunterladen oder als gedruckte Ausgabe bestellen.
Einige der interessantesten Fakten schon vorab: Der Anteil von erneuerbaren Energie am Stromverbrauch liegt bei 14,2 Prozent und trug 2007 zu einer CO2-Reduzierung von 115 Millionen Tonnen bei. Ein besonderer wirtschaftlicher Aspekt ist die Tatsache, das jeder Euro Förderung einer Einsparung von 1,60 Euro an fossiler Energie bzw. deren Import gegenübersteht.

Quelle: BMU


BMU-Broschüre: Strom aus erneuerbaren Energien und EEG

Energie 15.07.2008 09:10
Das Bundesumweltministerium hat eine Broschüre mit dem Titel "Strom aus erneuerbaren Energien - was kostet uns das?" veröffentlicht. Diese recht aufschlussreiche Publikation enthält Informationen zur Zusammensetzung des Strompreises, die Strompreisentwicklung und die Auswirkungen des EEG auf die Energiekosten. Hierbei wird versucht, auch mit einigen Vorurteilen und Unwahrheiten aufzuräumen.

Für Betreiber einer Anlage mit erneuerbaren Energien oder nachwachsenden Rohstoffen, wie einem Biomasse BHKW dürften folgende Zahlen interessant sein:

Im Jahr 2007 wurden insgesamt rund 87.500 GWh Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt und ins deutsche Stromnetz eingespeist. Dies entspricht einem Anteil von rund 14% am Bruttostromverbrauch. Davon wurden rund 67.100 GWh nach dem EEG vergütet.Die durchschnittliche Vergütung für den gesamten EEG-Strommix in diesem Zeitraum liegt voraussichtlich bei 11,4 Cent je Kilowattstunde. Die insgesamt an die Anlagenbetreiber gezahlte EEG-Vergütungssumme betrug rund 7,9 Milliarden Euro.

Die Broschüre kann hier bezogen werden.
Quelle: BMU


Heizölpreis kratzt an der 1 EUR Marke

Energie 07.07.2008 17:04
Mit 99,88 Cent pro Liter stand Heizöl am 4. Juli so dicht an der 1-EUR-Schwelle wie nie zuvor. Seit dem Juli 2005, als ein Liter des Energieträgers durchschnittlich noch ca. 50 Cent kostete, hat sich der Preis somit nun nahzu verdoppelt.

Verlauf des Heizölpreises der letzten 4 Jahre


Monitoring zur Entwicklung der Stromerzeugung aus Biomasse

Energie 03.07.2008 12:37
Mit Inkrafttreten des novellierten Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) am 1. August 2004 erhielt die Stromerzeugung aus Biomasse zusätzliche Anreize zum Einsatz nachwachsender Rohstoffe, innovativer Technologien und der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK). Wie diese Anreize wirken und weitere Fragestellungen im Zusammenhang mit dem novellierten EEG waren Gegenstand des Forschungsvorhabens "Monitoring zur Wirkung des novellierten EEG auf die Stromerzeugung aus Biomasse", das von einer Arbeitsgemeinschaft unter Federführung des Instituts für Energetik und Umwelt bearbeitet wurde. Der nun vorliegende Endbericht vom März 2008 enthält eine Fülle von detaillierten Informationen zur Entwicklung der Stromerzeugung aus Biomasse bis Ende 2007 und belegt insgesamt die positive Wirkung des EEG in diesem wichtigen Bereich der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien.

Der Bericht ist hier einsehbar.
Quelle: BMU



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